MAXIMILIAN GELLER QUINTETT

Schnörkellos lässiger ‚Tabu-Bruch’ mit jazzig-cooler Klasse:

„Opera In Jazz“ – Saxophonist Maximilian Geller kleidet berühmte Opern-Arien, interpretiert von seiner Schwester, Sopranistin Brigitte Geller, in ein dezent-elegantes Jazzkostüm

VÖ: 15. Juni 2007 (Universax/Just Records Babelsberg)

Eine jazzig-groovige Introduktion, nach der man gewiss keine resignierende Arie aus ‚La Traviata‘ erwartet. Eine spannende Diskrepanz zwischen unterlegtem Rhythmus und Melodie… Eigentlich be-nötigte man für dieses Musikereignis eine neue Bezeichnung. Denn bisher gibt es keine Aufnahme, auf der sich Oper mit Jazzarrangement trifft. „Thomas Quasthoff singt Jazz oder Placido Domingo Pop-songs, aber ich kenne keine einzige Aufnahme, auf der ein klassischer Sänger oder Sängerin Klassik mit einer Jazzbegleitung singt“, sagt Saxophonist Max Geller, der seine neueste Produktion „Opera In Jazz“ getauft hat, und diese wieder zusammen mit seinem Quartett (Altsax, Piano, Bass und Schlag-zeug) eingespielt hat. Berühmte Arien, wie „Casta Diva“ oder „Vissy d‘arte“ aus populären roman-tischen Opern werden begleitet von dezent-exquisitem, geschmackvoll-cool und verwöhnendem, an-spruchsvoll-verträumten Jazz. Wer eine ganze Oper als zu anstrengend, einen ‚Arien-Best-of-Sampler‘ als zu oberἀächlich empḀndet, den dürfte dieses Hörerlebnis schlicht begeistern.

Nachdem Geller letztes Jahr für seine neue Mozartinterpretation „Lacrimosa Mozart 06“ Lob und Anerkennung erntete, ist der Schweizer Wahl-Münchner erneut eine Liaison mit dem Klassik-Genre eingegangen, und diesmal eine, die noch einen Schritt weiter geht. Dafür gewinnen konnte er die re-nommierte Sopranistin Brigitte Geller, seine jüngere Schwester, die schließlich aus Überzeugung zusagte. „Anfangs habe ich selbst nicht gedacht, dass die Form der Oper sich für eine solch musika-lische Verschmelzung eignet,“ sagt Brigitte Geller, „Da aber jeder Musiker ganz bei sich geblieben ist und ehrlich seine Musik gefühlt und interpretiert hat, ist eine neue Ebene erreicht worden, die sowohl Klassikliebhabern als auch Jazzfreunden zu gefallen scheint.“ Seit fast 10 Jahren ist sie festes Ensemble-Mitglied der ‚Komischen Oper Berlin’. In der Spielzeit 2006/07 kann man sie dort als Pamina in „Die Zauberἀöte“, als Konstanze in „Die Entführung aus dem Serail“, als Susanna in „Die Hochzeit des Figaro“ und als Sophie in „Der Rosenkavalier“ erleben.

Die Auswahl der Arien traf Maximilian Geller zusammen mit seiner Band: „Es ging mir zunächst vor allem um schöne Melodien. Außerdem mussten es Arien sein, die harmonisch auf vier Instrumenten umsetzbar sind. Wir haben viele der Arien transponiert und ich habe meiner Schwester gesagt, sie möge auf ‚opernhafte Extravagancas‘ verzichten,“ so Max Geller, „Dennoch haben wir uns aber die Freiheit genommen, vor allem rhythmisch einen anderen Zugang zu Ḁnden. Man beachte zum Beispiel den 5/4 Takt in Madame Butterἀy“, so Maximilian Geller.

Bei „Lacrimosa Mozart 06“ hatte die Sopranistin bereits bei 2 Stücken mitgewirkt. „Opera In Jazz“ ist aber die erste größere musikalische Zusammenarbeit der Geschwister Geller, die auch im Herbst live zu erleben sind. „Eine Tour ist in Planung. Ideen für eine weitere Produktion mit Brigitte gibt es auch schon“, verrät Maximilian Geller.

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